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Dywiann Xyara / Deutsche Ecke


Hier ist eine kleine Sammlung meiner deutschen Texte - meist introspektiv, manchmal surreal und abstrakt versuche ich zu zeigen, wie die Welt durch die Augen des hybriden Verstandes aussieht.



Lange genug habe ich versucht, mit dem Strom zu schwimmen, doch habe ich realisiert, dass es jedwede Farbe meiner bunten Seele entzieht. Nun steche ich aus der grauen Masse hervor, nicht mutig genug gegen den Strom zu schwimmmen - und doch dazu getrieben, den Wasserfall bergauf zu erklimmen.


Nicht wissend über die Schwere dieses Verlangens stürze ich mich in die Fluten; Alle Kraft wird nötig sein, das Ziel zu erreichen. Gib nicht auf, nur weil es schwierig scheint! Und habe Mut, nicht in Konformität unterzugehen!


24-06-2018

Der Begriff der Analogie


Eine Analogie ist eine Brücke – dieses Beispiel selbst ist eine Analogie, denn es erschafft die Brücke bildlicher Darstellung zu einer Problematik, welche strikt diese Thematik zu erklären versucht.


Analogien können ebenso dazu beitragen, Kompliziertes durch einfache Umschreibungen simpler werden zu lassen.

Doch was ist der Begriff der Analogie in der Principia Anima?


Es soll Brücken zwischen der Geometrie der Gedanken und der Geometrie der physischen Realität schaffen und somit das Verständnis zwischen Mikro- und Makrokosmos stärken.

In ihnen können wir durchaus Parallelen zwischen quantenmechanischen Vorgängen und den Prozessen des Denkens finden.

Nehmen wir ein Beispiel zur Hand: Die Dekohärenz ist ein Phänomen in der Quantenmechanik, was simpel betrachtet bedeutet, dass Elementarteilchen miteinander interagieren und sich dadurch gegenseitig verändern, somit ist es nicht möglich, Geschwindigkeit und Ort exakt und gleichzeitiig zu bestimmen. Daraus resultiert die sogenannte "Heisenbergsche Unschärferelation" - umso genauer man den Ort eines Teilchens bestimmen kann, desto ungenauer wird dessen Geschwindigkeit, und vice versa.


Doch was heißt dies jetzt für unsere Gedankenwelt?

Umso mehr ich versuche, zu bestimmen was ich denke, desto ungenauer wird der Gedanke selbst - Ich versuche den Gedanken festzuhalten, und er verändert sich rasend schnell, manchmal existiert er sogar in einer Superposition und existiert nur solange er nicht vom Bewusstsein erfasst und/oder bearbeitet wurde.


Denken kann man nicht abschalten, jedoch kann man dessen Bewusstsein verändern, so dass einige Gedanken erst ins Bewusstsein treten, wenn es durch irgendetwas getriggert wird.


Doch das Denken ist nicht schmalspurig, es ähnelt vielmehr einem gigantischen Netzwerk aus Breitbändern, welche sowohl abwechselnd als auch gleichzeitig, arbeiten.


Der Denkapparat "Anima", wie ich ihn in Zukunft nennen werde, stellt somit eine Finetuning-Maschine dar.

Eine dezente Analogie dafür liefert der Begriff des Spins, jener Drehbewegung, die von innen kommt, allerdings auch von außen beeinflusst werden kann.

Dabei ist mit der Finetuning-Maschine eine Einstellung zu finden, in der weder Stillstand noch übertrieben starke Rotation entsteht. Dies ist oftmals sehr schwer. Wenn es zu langsam ist, so fühlt es sich an wie Sand im Getriebe, oder Honig im Kopf, alles klebt und ist eine einzige Masse, die träge erscheint. Im Gegensatz dazu steht die übertriebene Rotation – auch diese kann zu einem sehr unangenehmen Gefühl ausarten.

Nehmen wir wieder eine Analogie aus der Astrophysik, so stellt sich die Frage, wann denn die Gedanken Lichtgeschwindigkeit erreichen. Dies würde dazu fü>hren, dass dieser Gedanke zu einem "schwarzen Loch" kontrahiert und somit schwer an Masse wird. Führen würde dies zu einer Verschiebung der Bewusstseinsebenen, das heißt, dass unterbewusste Gedanken in das Bewusstsein treten und dort eventuell für sehr viel Verwirrung sorgen. Eventuell kann kein klarer Gedanke gefasst werden – Anspannungszustände entstehen, eventuell sogar mit Angst verbunden.


Blicken wir zurück auf die andere Variante, wenn alles so "zäh" wird - es entsteht ein Gefühl von innerer Leere, man fühlt sich als hätte man ein Loch, das gestopft werden muss, aber leider nie kann, da es ein Fass ohne Boden ist.

Während dieser Phase weiß man nicht einmal, was man denkt, die Gedanken sind alles andere als klar - im Gegenteil, oftmals bleibt einzig dieses elende "denkende Gefühl", bei dem man nicht einmal weiß, was einen überhaupt runterzieht.


Die goldene Mitte zu finden - das ist das wahre Gold dieser Welt!



Die Geometrie der Gedanken


Angelehnt an Buckminster Fullers "Synergetics", in dem er versucht, den Gedanken eine Geometrie zu vergeben, so stellt sich mir nun die Frage "Welche Geometrie besitzt welcher Gedanke und wie interagieren diese Geometrien miteinander?"

Es steht außer Frage, dass Gedanken Geometrien besitzten, seitdem klar ist, dass alles aus mehr oder minder komplexen Strukturen besteht. Denn alles besteht aus Strukturen und Prozessen, welche sich gegenseitig aufbauen und verändern.

Dies führt hiermit zu Hermann Hakens &Quot;Synergetics", in der er Synergetik als "Lehre der Wechselwirkung" beschreibt. Hierin liegt der Grundgedanke, dass aus einst chaotischen Systemen geordnete Systeme entstehen können durch ein Phänomen, dass Haken als "Selbstorganisation komplexer Systeme" tituliert.


10-06-2018

Wieder einmal erscheint mir mein Hirn als brüte es etwas aus; Und die Gedanken erscheinen mir wieder fremder denn je, und doch, so muss ich sagen, sind sie mir sehr bekannt.


Ich habe schon viel zu oft das Denken meinen inneren Dämonen überlassen, einzig aus dem Grund, dass sie mir wahre Genies zu sein scheinen. Es fasziniert mich, in die rasante Welt des multi-dimensionalen Breitbanddenkens zu blicken, und doch, so sei gesagt, plagt mich Eines: die Begreifung des Unbegreifbaren!


Wie kann man das Denken neu definieren? Und wie erlangt man die Kontrolle über den ollen Denkapparat zurück?


Ein Schlüssel scheint mir die (Meta-)Mathematik, formale Logik, die Schritt für Schritt erklärt, was multi-dimensional in den unterschiedlichsten Hyperräumen vor sich geht.

Darin erkannte ich folgendes:


1) Selbstständig denken heißt, aus multi-dimensionalen Fraktalen lineare Analogien zu finden.

2) Mathematik ist eine Sprache, mit der man weitaus mehr erklären und beschreiben kann als mit den "gewöhnlichen" Sprachen. Dennoch bedarf es großer Bemühungen beim Verstehen des mathematischen Denkens. Anfangs lehnt man sich an schon entdeckte Theorien und Erklärungen, Sätzen, Formeln und Gleichungen, doch die wahre Würze dieser "Sprache" steckt in der Anwendung des schon Gelernten, in der Kombination schon entdeckter Pinzipien, um neue Prinzipien zu erklären. Dabei weist es eine sehr fraktale und vernetzte Natur auf, denn alles baut aufeinander auf und beginnt bei dem Selben.

3) Der erste Schritt, um Mathematik zu verstehen, liegt darin, alles bereits Erlernte (aus der Schule, dies sei wichtig zu betonen!) zu vergessen und sich Punkt 2) immer klarer zu werden.

4) Analogien sind das A und O in der Mathematik; Man findet sie auch in der Sprache als Metaphern wieder; Es sind lediglich Vergleiche, die doch nie ganz hundertprozentig die wahre Komplexität des vor einem liegenden Problems wiedergeben können.


Insofern könnte ich durchaus sagen, dass (Meta-)Mathematik das taktische Zurückerlangen des Denkens darstellt. Für mich ist es eine Therapie, die hilfreicher ist denn je.


09-02-2018

Im Herzen meines Seins brennt es farbenfroh monochrom, denn ich habe erkannt, dass der gesamte Sinn des Seins einzig im Werden liegt. Es gibt kein Ziel, das nicht auch der Weg ist.


Satt sind die Grautöne in den Tiefen meines Herzens; unergründlich sind die invertierten Berge, welche tiefe Furchen in meine Seele ziehen. Aus ihnen gebären tausend Sonnen, und tausend Sonnen ertrinken in den Nächten ihres dunklen Glanzes.


04-04-2017

Hinfort in die Dunkelheit führt ein Weg, der so endlos in die unendliche Schwärze der Leere zu münden scheint. Und wahrlich; Ich ertrinke in Analogien und erwache in einem Traum, der sich Realität nennt.

Kein Weg ist mehr sichtbar, denn es verblasst alles zu einem einzigen Gewirr rekursiver Selbstbezüglichkeit.

Du und ich - Wir sind Eins in Vollkommenheit, verschmelzen zu einer Symbiose selbstähnlicher Fraktale; Wir sind Pleonasmen und doch falsche Tautologien!


01-04-2017

Die Erkundung des Wahnsinns offenbart die Entdeckung der fantastischsten Paradoxie, welche ein menschlicher Verstand niemals erfassen kann. In ihr leben die Fantasie und die Kreativität in all ihren unregelmäßig-zyklischen Launen und schenken uns die Krone der Schöpfung. In jenem kämpferischen Akt entsteht die wohl großartigste Schöpfung über den blassen menschlichen Geist hinaus. Somit ernten wir Gebilde größter Komplexität.

Es ist der Kern der Erschaffung jener großen Welten, Welten, wie sie unser gigantischer Kosmos darstellt, Welten, die zum Rhythmus der Zeit die Melodie der Ewigkeit bezwingen.


30-03-2017

Es ist wieder still geworden, jetzt, wo ich mich so an den Lärm gewöhnt habe. Und ich vermisse die Poeten, deren Worte dumpf in meinem Schädel verhallten, sich brachen an dem Sinn ihres eigenen Seins, und letztendlich zu solch scharfkantigen Gedanken mutierten.

Sie schweigen, und ich wette, sie brüten etwas aus, etwas gar all zu Mächtiges, etwas so derart Starkes.

In der Ruhe liegt die Kraft und in ihr liegt alles Schaffen, jedes Sein und jeder Sinn. In ihr entzündet sich die Dunkelheit und gebärt letztendlich das Licht.

Das Schweigen der Poeten ist erst der Anfang eines neuen Lebens. Sie hüllen sich in Gewänder, die der Verstand nie fassen konnte. Und in ihnen sprechen sie die Worte, die nie einer wagte auszusprechen. Es ist ihr Schweigen, welches für sie spricht. Und es spricht lauter denn je.


08-03-2016

Die Sonne ist eine Ertrinkende. Sieh nur, wie sie langsam untergeht und dabei kläglich nach Überleben strebt, wie sie kümmerlich den Horizont verlässt und am nächsten Tag wie der Phönix aus der Asche prächtig wiederaufersteht.


05-02-2016

Es ist die Zeit gekommen,

in der die Dunkelheit

über uns hinein brechen wird.


Und dessen schreiende Stille

wird in uns das Schweigen brechen.


Das Chaos wird wüten...

Der Zerfall wird kommen...


Die Welt,

wie wir sie kannten,

wird sich in Flammen befinden...


...alles verbrennen...

...und im Feuer wiederauferstehen lassen...


2013